RICARDO VILLALOBOS: FABRIC 36

Ricardo Villalobos ist einer der umtriebigsten und am meisten auch außerhalb der Technoszene wahrgenommenen Produzenten elektronischer Musik. Pitchfork, das größte und bekannteste redaktionelle Rezensionsportal im Internet, das sich immer wieder den Vorwürfen stellen muss, zu schlecht zu bewerten, gibt mal eben eine an die Höchstwertung heranreichende Punktzahl. Wire, das wichtigste britische Musikmagazin hebt ihn auf sein Cover und hierzulande ist der in Berlin lebende Chilene ohnehin omnipräsent in der Presse und den Clubs. Zugleich entwickelt sich Villalobos Ansatz immer mehr weg von seinen ersten Platten, die noch sehr einfach als schneller und harter aber dennoch minimaler Techno zu erkennen waren. Sein vor kurzem erschienener Remix von Shackletons Dubstep-Track »Blood On My Hands« wurde schon bevor ihn irgendjemand auch nur gehört hatte zur Single des Jahres hochgeschrieben. Das konnte »Blood On My Hands« dann zwar nicht halten aber wenn wir in fünf Jahren nicht mehr zwischen Techno und Dubstep unterscheiden können, wissen wir, wem wir es zu verdanken haben.
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itc.alex - 8. Okt, 21:54
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